Historie

Dem Namen nach ist der Ort schon sehr alt. Orte mit dem Grundwort „hagen“ entstanden im 10./11. Jh. Hagen bedeutet Wald. Bischhagen bedeutet „bischöflicher Wald“, was für einen früheren Kurmainzischen Besitz spricht. Die von Bültzingsleben hatten das Dorf zu Lehen.

1. März 1445

Ersterwähnung des Ortes: Freiherr von Wintzingerode – Knorr führt in den „Wüstungen des Eichsfeldes“ eine Urkunde vom 1. März 1445 an, in der die Strecker, Bürger zu Heiligenstadt, ihr Vorwerk Siemerode mit Ausnahme des Zehnten zu Bischhagen vermeiern. (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und an-grenzende Gebiete, Halle 1903)

Bischhagen gehörte zum Burgbezirke Rüsteberg und zum Banne Heiligenstadt.
die von Bülzingslöwen hatten es als Lehen vom Kurmainz, weshalb wohl anzunehmen ist, dass es von einem Mainzer Erzbischof angelegt worden ist.

1550

Das heutige Dorf wurde jedoch erst um 1550 aufgebaut. nachdem früher 1318 in der Nähe ein Dorf Griemelbach bestanden hatte. Es ist auch möglich, dass Bischhagen selbst Wüstung war, bevor ein Wiederaufbau möglich war.

1626 - 1629

Der tolle Christian äschert den Ort ein.

16. – 19. Jh.

gehörte Bischhagen zum Bülzingslebenschen Gericht, gemeinsam mit Glasehausen, Schönau und Wüstung Diegenrode.

1570 - 1580

Der protestantische Pfarrer von Lichtenhagen hält die Gottesdienste ab. Danach Filiale von Siemerode.

(Quelle: Walter Rassow: „Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Heiligenstadt – 1909)

Im Augenblick stehen keine weiteren Daten zur Dorfhistorik zur Verfügung.


Vor der Wende gehörte Bischhagen aufgrund seiner Grenznähe zu den abgelegensten und unattraktivsten Dörfern des Eichsfeldes.

            Einheitskreuz

1989

die Wende
In Bischhagen wird die 5 km-Sperrzone aufgehoben – ein Dorf atmet auf! Das Dorf rückt von der Randlage in den Mittelpunkt Deutschlands. Bischhagen war ein Dorf, von dem man selten etwas hörte. Nein, verschlafen wirkt die kleine Gemeinde heute nicht mehr.
Allein schon der Straßenverkehr, der täglich durch die stellenweise enge Ortsdurchfahrt rollt, bringt – wenn auch stellenweise sehr störend – Leben in das Dorf.
Heute zwischen den Kreisstädten Heiligenstadt, Göttingen und Duderstadt sind Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten in kurzer Zeit zu erreichen.

01.01.1991

Bischhagen schließt sich mit den Dörfern Mengelrode, Streitholz und Siemerode zur Einheitsgemeinde Hohes Kreuz mit Sitz in Siemerode zusammen.

1993

Beitritt der Einheitsgemeinde Hohes Kreuz zur Verwaltungsgemeinschaft *Leinetal* mit Sitz in Bodenrode.

1991 / 1992

Wird die kleine Leichenhalle unterhalb des Friedhofs errichtet

1991 - 1995

Straßen werden erneuert, Gehwege angelegt, Straßenbeleuchtung erneuert, das Telefonnetz erweitert

1995

Wird ein nagelneues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht.
Der Bereich um den Feuerlöschteich ist Spielplatz, Grün- und Erholungsanlage zugleich.

1996

Kanal- und Straßensanierung der Mittelstraße

1997

weiterer Gehwegbau und Straßenbeleuchtung

1998

555-jähriges Ortsjubiläum

(Quelle Ortschronik 1989 – 2000 der Einheitsgemeinden Hohes Kreuz mit seinen Ortsteilen Siemerode, Mengelrode, Bischhagen und Streitholz)